Chronik

Mikrokosmos

Chronik

2004/2005

Schon vor der Gründung der Gruppe hat es auf Initiative von Klaus Klee einige Jahre zuvor die Idee gegeben, Kabarett im HMV zu etablieren. Diese Idee verlief jedoch nach einem hoffnungsvollen Auftakt zunächst im Sande. Für 2005 plant der Verein, sein 25. Altstadtfest auf dem Rathausplatz so aufzuziehen, dass sich der HMV in seinen vielen Facetten präsentiert. Tanz, Musik – und humorvolle, gesprochene Stücke. Aber bitteschön keine Fastnacht bei 30 Grad am Himmel! Frank Walzer greift die Idee des Kabaretts von Neuem auf. In enger Zusammenarbeit mit Klaus Klee ruft er eine kleine Gruppe von Humoristen zusammen, um für dieses „Jubiläums-Altstadtfest“ ein erstes Bühnenprogramm auf die Bühne zu stellen. Kabarett bedeutet Neuland für alle Beteiligten, schließlich haben die Mitwirkenden hauptsächlich Erfahrung im Bereich Fastnacht. Und noch ein Spagat ist für dieses Debüt zu meistern: Kabarett bei einem Fest an einem Sonntagnachmittag? Vorerst fokussieren sich die Aktiven auf Alltagsthemen, die man parodieren könne, davon gibt es ja schließlich genug. Und das Motto des Humor-Musik-Vereins besagt ja auch, dass man „menschlichen Schwächen des Alltags mit einem Lächeln begegnen solle“. So machen sich alle ans Werk: Texte werden geschrieben, anschließend geprobt, geprobt, geprobt. Auch ein entsprechendes Bühnenbild muss entworfen und anschließend gebaut werden. Hierfür sind Frank und Wilhelm Walzer verantwortlich. Der Erfolg überwältigt alle: Am Altstadtfest kann die Gruppe über 600 Besuchern ein abwechslungsreiches und unterhaltsames dreiviertelstündiges Programm präsentieren, das mit viel Gelächter und mit noch mehr Applaus belohnt wird. Alle sind sich einig: Dieser Auftritt war keine Ausnahme! Das muss wiederholt werden! Das ist der Beginn der Kabarettgruppe „Mikrokosmos“! Die Männer und Frauen der ersten Stunden sind: Frank Walzer, Klaus Klee, Colin Stein, Johannes Matthias, Gisela Jeske, Silvia Koffler, Pia Jost, Katja Welsch, Isabella Isabella und Angela Cercas.

 

2006

Nach dem großen Erfolg beim vereinseigenen Altstadtfest entscheiden sich die Akteure dafür, ein weiteres Programm auf die Beine zu stellen. Dieses soll allerdings länger und vor allem politisch werden. Außerdem wird nach einem anderen Auftrittsort gesucht. Optimal für eine solche Veranstaltung erscheint der große Saal des Hochstädter Gemeindehauses und anscheinend ist die Kirchengemeinde Hochstadt der gleichen Ansicht, denn dankenswerterweise überlässt sie „Mikrokosmos“ das Haus für einige Tage und unterstützt die Gruppe großzügig. Jetzt heißt es wieder Texte verfassen und proben. Passend zum Programm und Ambiente haben sich die Kosmonauten, verstärkt durch Helmut Roog, Michael Sessner, Christine Rothaut und Nina Stein, für ihr neues Programm einen ganz besonderen Namen ausgedacht: „Mikrokosmos - Jetzt überdacht!“ Unterstützung finden die Mikrokosmonauten auch in vielen freiwilligen Helfern im Hintergrund. Schließlich gibt es im Vorfeld viel zu tun: Das Bühnenbild muss umgestaltet sowie vor den Veranstaltungen auf- und dann wieder abgebaut werden. Für die Gäste sollen bei den Veranstaltungen Häppchen und Getränke bereitstehen – eine Aufgabe, die Edith Klee und Kate Schell übernehmen. Unverzichtbar sind auch Martin Walzer und Carlos Fischer, die die Akteure während des Programms ins rechte Licht rücken und für den richtigen Sound sorgen; das Gleiche gilt für Fabian und Denis Dimter die auf der Bühne für die richtigen Requisiten sorgen. Aber trotz der vielen Vorbereitungen und des Stresses im Vorfeld gelingen den Mikrokosmonauten zwei hervorragende Veranstaltungen, die beim Publikum sehr gut ankommen und großen Zuspruch finden. Mit dem Kabarettprogramm „Jetzt überdacht“ etabliert sich der HMV neben seinen Fastnachtsveranstaltungen nun auch mit der Kabarettgruppe „Mikrokosmos“ im Maintaler Kulturprogramm.

 

2007

Mit männlicher Verstärkung durch Harald Bodens, René Kröller und Stefan Lohr starten die Mikrokosmonauten ins dritte Jahr. „Was is’n da los?“ – eine ganze Menge und genau das, präsentiert die Gruppe Mikrokosmos in ihrem neuen Programm. Im Laufe des zurückliegenden Jahres haben sich allerlei Dinge ereignet, über die es zu berichten gilt. Ob Politik, Alltagsthemen oder menschliche Beziehungen – alles findet im Programm der Kosmonauten seinen Platz. Mehr als erfreulich ist auch die Nachfrage nach Karten während des Vorverkaufs. So kommt es, dass die Gruppe „Mikrokosmos“ statt der geplanten zwei Mal noch ein drittes Mal ihr Programm vor ausverkauftem Haus präsentiert, um allen Kartennachfragen gerecht werden zu können.

 

2008

„Gedöns und Grafaaame“ heißt es im vierten Mikrokosmos-Jahr.  „Gedöns und Grafaame“? Ja, denn schließlich war eine Menge los im vergangenen Jahr, was die Kosmonauten auch gleich in ihr neues Programm einbauen. Über gleich drei ausverkaufte Veranstaltungen kann sich die Gruppe freuen. Und auch diesmal überrascht sie die Zuschauer aufs Neue. Einer der Höhepunkte des Programms ist sicherlich die Auktion. Dabei kann das Publikum, neben „kleinen“ Dingen wie Gläser und Bierkrüge mit dem Motiv des Bischofsheimer Rathauses, auch ein Modell des Rathauses selbst ersteigern. Den Erlös der Versteigerung spenden die Kosmonauten an die Freiwillige Feuerwehr.

 

2009

Ein neues Konzept, ein neues Bühnenbild und Attila, der Hund – mit all diesen Neurungen begeistern die Kosmonauten in ihrem fünften Jahr. Neben der Bühne stehen nun zwei alte Fachwerkhäuser. In einem wohnt eine waschechte Hochstädterin mit Mann und Hund, das andere gehört zu einer Zugezogenen, die mit ihrem Mann, einem Dichter, dort wohnt. Dass die Ansichten über die verschiedensten Dinge sich nicht im Geringsten ähneln und es eine Menge Aufregung gibt, versteht sich von selbst.
„Bis aaner weint“ heißt das neue Programm – ein Name, der für viel Furore sorgt. Grammatikalisch korrekt heißt es schließlich „Bis einer weint“ und davon mal ganz abgesehen: In Huuschdet sächt mer „Bis aaner flennt“! Provokationen einkalkuliert: Die Nachfrage nach Karten übertrifft wieder einmal die Erwartungen der Humoristen, so dass kurzerhand eine vierte Veranstaltung im Hochstädter Gemeindehaus ins Leben gerufen wird. Vier Veranstaltungen an einem Wochenende – das bedeutet für die Kosmonauten eine absolute Höchstleistung. Aber natürlich freuen sich alle über den großen Erfolg.

 

2010

Die Kosmonauten bekommen Verstärkung. Im sechsten Jahr stößt Brigitte Rosanowitsch-Galinski zur Gruppe hinzu, die sowohl spielerisch als auch beim Erstellen von Bühnennummern zu einer echten Bereicherung wird. Das neue Programm heißt „Da geht’s de Mensche wie de Leut“. In diesem Jahr veranstalten die Kosmonauten von Vornherein gleich vier Kabarett-Abende, aufgeteilt auf zwei Wochenenden, um den Stressfaktor etwas zu verringern. Laut Publikum übertreffen sich die Kosmonauten von Jahr zu Jahr – ein großes Lob, über das sich die Akteure natürlich freuen. Schließlich sind sie stets bemüht, etwas Neues und Überraschendes auf die Bühne zu bringen. Nicht fehlen im Programm darf aber „Attila“, der Hund, der seine Besitzerin wieder einmal zur Verzweiflung bringt. „Attila“ spielt sich erneut in die Herzen der Zuschauer. Eine reife Leistung, für die der „Protagonist“ nicht ein einziges Mal auf die Bühne musste...

 

2011

„Nix fer unguud“, so heißt nicht nur das neue  Programm der Kosmonauten. Es ist zudem auch der Satz, den die Kartenverkaufs-Gruppe in diesem Jahr öfter sagen muss. Die Karten für die vier Veranstaltungen sind in einer Rekordzeit von 13 Minuten verkauft und immer noch kommen neue Anfragen. In diesem Jahr erwartet das Publikum erneut ein neues Bühnenbild. Statt der beiden Häuserfronten aus den letzten Jahren ist nun die Eingangstür der Gastwirtschaft „Zum Labbeduddel“ zu sehen, die während des Programms auch häufig genutzt wird. An Stelle des Gebabbels der Hausbewohner trifft das Publikum in diesem Jahr auf Besucher der Gaststätte, die alle zum Rauchen vor die Tür gehen müssen. Längere Umbauphasen werden mit „Stücken im Dunklen“ überbrückt, die es ganz am Anfang der Mikrokosmoszeit schon einmal gab.

 

2012

Die „Kosmonauten“ heben einiges Explosives in ihr Programm und wissen, sich ganz dem Programmnamen folgend zu echauffieren: „E stark‘ Stück“, heißt es mehrfach an den vier Auftrittsabenden. Das Motto gilt bis zum Finale, in dem eine vermeintliche Bombe entschärft werden muss. Viel sozialer Sprengstoff steckt in Generationen- und Gerechtigkeitsfragen, die von Vertretern „meiner und Ihrer Generation“ auf die Bühne gebracht werden. Anderen Beteiligten musste an dem Abend vor bitteren Wahrheiten erst buchstäblich Süßes um den Bart geschmiert werden: Es galt, ein Rohrbach-Double zu rasieren. Wobei der echte gleich mitrasiert wurde. Für Klaus Klee als Bartputzer ist es ein krönender Abschluss seiner Bühnenkarriere, den er sichtlich auskostet – gemeinsam mit dem bestens unterhaltenen Publikum. Klaus Klee, Mann der ersten Stunde von „Mikrokosmos“ und bis zum heutigen Tag großer Antreiber in der Gruppe, verlegt sich nach dem mittlerweile achten Programm auf eigenen Wunsch rein aufs Texte-Schreiben.

 

2013

Neue Gesichter treten in Erscheinung – und das durchaus überraschend. Denn in der Begrüßungsnummer nehmen Anika Waider und Wolf Heiser selbstbewusst den Part an, mit zu begrüßen. Den Staffelstab übergibt zu Beginn des Programms Mir saacht ja kaaner was“ Angela Cercas. Die Übergabe gelingt, die beiden sind gleich Teil des Programms, das in diesem Jahr stark von den beiden Wahlen in Hessen und im Bund beeinflusst ist. Die im Wahlkampf teils belächelte Diskussion um die Verteilung von Vermögen spießt Frank Walzer buchstäblich mit Genuss auf: Er verteilt selbst Vermögen ans Publikum in Form von Salzstangen. Dass nur die vorderen zehn Prozent ordentlich etwas abbekommen, verwundert da niemanden. Apropos Wahlkampf: Den prägten andere bedeutungsschwere Dinge wie die Form von Merkels Halskette. Banales also, und damit genau das gefundene Fressen für Brigitte Rosanowitsch-Galinski und die Hochstädter Kleinkunstbühne im Gemeindehaus. Vor allem aber steht wieder das Maintaler Geschehen bzw. das Nicht-Geschehen im Mittelpunkt. Dazu gehört das endgültige Aus von Hausarzt und Apotheke in Wachenbuchen. Katja Welsch, Pia Jost und Angela Cercas schlagen eine mobile Praxis eines Viehdoktors vor. Soll noch mal einer sagen, von den Kosmonauten gingen keine konstruktiven Ideen für die Stadt aus...

 

2014
Kosmonauten, wie die Zeit vergeht. Das mittlerweile zehnte Abendprogramm ist vorbereitet. Vorab machen sich die Aktiven Gedanken über Tradition und Neuerungen. Selbstironisch nennen Sie Ihr Programm Des war schon immer so“. Natürlich bringen sie auf die Bühne NICHT das, was sie schon mal gezeigt haben. Die Bühne selbst ist auch NICHT schon immer so bunt gewesen wie in diesem Jahr. Über den kompletten Bühnenhintergrund spannt sich erstmals eine Fotoleinwand mit Blick auf die Hochstädter Hauptstraße. Wer genau hinschaut, entdeckt bekannte Autos und sogar die bundesligasamstags obligatorische Eintracht-Fahne am „Tiger“. Zehntes Programm: Ein wenig „Geburtstag“ feiern wollen die Kosmonauten da schon, natürlich garniert durch verdiente, salbungsvolle Grußworte bekannter örtlicher Persönlichkeiten. Da darf der vielfach karikierte Bürgermeister (Stefan Lohr) in gereimter Form Luft ablassen, die Fußballer sehen in ihrem Grußwort (Colin Stein) nur noch die Kerb als kulturelle Steigerung zum Kabarett und nicht zuletzt der Attila-Fanclub (Brigitte Rosanowitsch-Galinski) darf seine Liebe zum Tier öffentlich zum Ausdruck bringen. Dass Attila wieder im Programm auftaucht? Selbstredend. Des war ja schon immer so – zumindest fast... Den Vogel im Programm schießt Brigitte Rosanowitsch-Galinski ab, die einen Bogen von der Stadtpolitik über Cannabis-Anbau bis zu Flüchtlingen spannt. Quintessenz: Kifft, Freunde, und alles wird gut! Wenn die Hippies da schon früher drauf gekommen wären. Die Bedeutung der Bürgermeisterwahl wird auch für die eher Unpolitischen per Familien-Parabel herausgearbeitet (Gisela Jeska, Anika Waider, Wolf Heiser) und selbst der IS-Terror erlebt seine komische bis schwarz-humorige Zuspitzung im Reisebüro (Colin Stein). Die ernsten Worte, die gewohnte Bissigkeit und die augenzwinkernde Heiterkeit der Kosmonauten erlauben das Fazit: Mit zehn Jahren ist noch lange nicht Schluss. Zumal sämtliche Schauspieler in der abschließenden Nummer erstmals getanzt haben. Da ist durchaus Luft nach oben!

 

2015

„Von mir haste’s net“: Zwei Themen beschäftigen die Maintaler in diesem Programm ganz besonders: Die Wahl des neuen Stadtoberhaupts und die Flüchtlingssituation. Gerade letzteres stellt die Kosmonauten vor die Frage: Wie geht man um mit den Themen Verfolgung, Krieg und Pflicht zu humanitärer Hilfe? Doch Brigitte Rosanowitsch-Galinski findet einen Weg, der für Gänsehautmomente und den Einsatz von Taschentüchern im Publikum sorgt. Sensibel und im Geiste der Humanität und Solidarität, aber direkt und nüchtern greift sie das Thema auf und erntet lang anhaltenden Applaus. Als zweites großes Thema beleuchten die Kosmonauten den zurückliegenden Bürgermeister-Wahlkampf: eine Wahl im Zeichen des Rundumwechsels. Kein CDU-Chef mehr an der Spitze, aber auch keiner einer anderen Partei. Das gab es noch nie, und gerade das wird auch für die Stückeschreiber im Team noch die nächsten Jahre vor Herausforderungen stellen. Brigitte Rosanowitsch-Galinski als Bürgermeisterin Böttcher spielt den „ersten Tag“ durch, begrüßt von ihrer Sekretärin (Gisela Jeske) und immer kritisch beäugt vom Alt-Bürgermeister im altarähnlichen Gedenk-Eck. Neben ernsten und politischen Themen bringen die Kosmonauten natürlich auch Stücke auf die Bühne, die die Lachmuskeln des Publikums bis aufs Äußerte strapazieren. Dazu gehört das gerappte Speed-Dating von Vollweib Jacqueline (Pia Jost) und Milchbubi Tim (Colin Stein) oder der Sprachkurs „Horch und Babbel – listen and repeat!“ zum Erlernen der Hochstädter Mundart. Und technisch rüstet „Mikrokosmos“ auf: Video- und Bildelemente gibt es in einem in der Bühnenhauswand integrierten Bildschirm.

 

2016

„Mikrokosmos“ ist im Frühjahr zum Kulturpreisträger ausgezeichnet worden – und bereitet unbeeindruckt das neue Programm vor, natürlich mit erneut kommunalpolitischen Schwerpunkten. Bloß: Die Bürgermeisterin hat noch alles „weggelächelt“, urteilt „Mikrokosmos“ in „Was waaß dann ich?“ und bringt mit dem Programmnamen gleich das Grundproblem im Umgang mit der Rathauschefin auf den Punkt. Es liegen vielleicht falsche Erwartungen zu Grunde, meint Frank Walzer. Wobei sein satirischer Verteidigungsversuch der Rathauschefin für Diskussionsstoff im Publikum sorgt. Darf man „die Neue“ im Amt schon gleich so kritisch beäugen? Nach gerade einmal… na gut, die 100-Tage-Schonfrist war zu den Auftrittswochenenden schon mehr als 200 Tage um. Man darf also durchaus und sowieso. Die Ausschreibung der Müllabfuhr in Maintal betrachtete Wolf Heiser aus Sicht eines einfachen Müllwerkers, der von Vergabe vielleicht nichts versteht, aber sehr wohl weiß, dass Müll zuverlässig abgeholt und Steuern möglichst in Maintal gezahlt werden sollen. So einfach kann es sein – aber: „Was waaß dann er schon?“. Und auch was aus dem hoffnungsvollen Uferprojekt MainKultur werden würde, steht in den Sternen. Pia Jost, Gisela Jeske und Frank Walzer besingen den bedauerlichen Zwist, der zum Aus führen könnte: „Maintal bleibt halt gern für sich.“ Flüchtlinge, Flexi-Rente, Pokémon: Die Spannweite der Themen ist wieder einmal groß und beschert erneut fünf ausverkaufte Veranstaltungen.

 

2017

Die großen Themen, die kleinen Themen, verpackt in satirischer Form und komprimiert auf zweieinhalb Stunden Programm? „Krieh‘ mer schon“, sagen da die Kosmonauten. Political Correctness, Nachrichtenblasen, Bundestagswahl, Altersarmut, Maut (für Fußgänger), atmosphärische Störungen im Magistrat, der Moment der Entbindung im Hanauer Kreißsaal, der Nachruf auf einen Vereinskameraden: Die Vielfalt der Programmnummern und -themen gefällt erneut und deckt große Bereiche des Makro- und Mikrokosmos‘Alltag ab und lädt zum befreienden Lachen ein. Zum Schluss der fünf ausverkauften Auftrittsabende setzen die Kosmonauten nach früheren Programmfinals mit Gesang, Tanz oder Rhythmus-Einheiten noch einen drauf und kombinieren diesmal alles, inklusive ins Stück eingebautem Video auf dem Bildschirm. Auch das „krieh‘ mer schon“, hatte sich die Gruppe gesagt. Und es einfach gemacht.