2018

Kampagne

Kampagne 2018

Vom spitzzüngigen Chamäleon und einem Generationenprojekt

Gelungene Fastnachtssitzungen der Humoristen mit originellen Beiträgen und bester Stimmung im Hochstädter Bürgerhaus

Ein mehr als gelungenes, abwechslungsreiches und originelles Programm aus Tänzen, Gesang und Vorträgen aus der eigenen Feder präsentierte der HMV bei seinen Fastnachtssitzungen und sorgte damit für beste Stimmung im Hochstädter Bürgerhaus. Die Einstimmung übernahm in diesem Jahr das „HMV-Projekt“, eine Gruppe aus Tänzerinnen und Tänzern jeden Alters aus unterschiedlichen Gruppen sowie Sängerinnen und Sängern. Die Altersspanne beträgt mehr als 50 Jahre – ein echtes Generationen-Projekt und mit 24 Mitwirkenden eine beachtliche Ensembleleistung. Gemeinsam präsentierten sie eine bunte Show aus unterschiedlichen Musicals. Sie zeigten auf hervorragend abgestimmte Weise, dass beim HMV alle im echten Wortsinne mitwirken. Besser konnte der Einstieg nicht gelingen. Und mit Klaus Hahn, der im Anschluss an die Begrüßung durch den locker und charmant moderierenden Sitzungspräsidenten Thorsten Heide singend verkündete „Heut‘ ist Karneval im Bürgerhaus in Hochstadt“, war dann der endgültige Startschuss gefallen mit vielen Highlights.

Colin Stein brillierte etwa in seiner Funktion als wachsamer Chronist und spitzzüngiger Kommentator, und zwar diesmal in der Rolle eines Chamäleons. Wie er die großen und kleinen Themen für das Publikum aufbereitet, ist immer wieder ein Genuss, wie er als Chamäleon Farbe bekennt zu den politisch Großen namens Donald und den Kleinen namens Monika, das ist schon ganz hohe Kunst mit Geist und Witz, die auch mit stehenden Ovationen verdientermaßen belohnt wurde.

Mit jugendlicher Frische und einer gehörigen Portion Humor begeisterte auch das Jugendgruppenstück. Sie verwandelten den Bürgerhaus-Saal kurzerhand in eine Datingshow. bei der es am Ende natürlich ein „Perfect match“ gab. Bemerkenswert ist, dass die Jugendlichen ihr Stück – vom Text bis zu den Requisiten – komplett selbst konzipiert, organisiert und erstellt haben.

„Wer wird Dialektionär?“ – dieser Herausforderung stellten sich Kandidaten aus dem Luisantring, dem Kling- und dem Höhlgebiet. Im Mittelpunkt stand dabei das Sprach-Medium namens Hannes, das auf die Fragen des Moderators Erklärungen in Hochstädter Mundart gab. Ein äußerst unterhaltsames Stück, das beim Publikum bestens ankam. Es riet munter mit, wobei die älteren Hochstädter im Saal natürlich Wissensvorsprünge besaßen.

Zu diesem Ansatz von wortgewandter, geistreicher Fastnacht, für die der HMV bekannt ist, stand auch Stefan Lohr nicht im Widerspruch. Er erklärte, dass Fastnacht eben nicht bloßes Witzeerzählen bedeutet – um dann genau dieses mit den gleichen humoristischen Waffen aufs Korn zu nehmen: so unterhaltsam wie aufschlussreich.

Die Tür zur „Gerüchteküche“ öffneten Monika Göpfert und Monika Heiser. Sie brachten sich und natürlich auch das Publikum auf den neusten Stand in Sachen Hochstädter Dorfklatsch und hatten damit die Lacher auf ihrer Seite.

Das Männergruppenstück entführte das Publikum in die griechische Götterwelt und zeigte auf urkomische Art und Weise, dass auch Götter sich mit einfachen Problemen herumschlagen und dafür eine Lösung finden müssen. Mit diesem Mix aus aktuellen Themen, Slapstick und Hochstädter Humor reizten die Herren die Lachmuskeln der Zuschauer bis aufs Äußerste.

Was ist das Erfolgsrezept des Schlagers? Dieser Frage gingen Pia Jost und Johannes Rosbach nach. Als grandioses Duo sorgten sie mit einer Mischung aus Wortbeitrag und Gesangseinlagen für Begeisterung im Saal und dafür, dass die Narren im Saal lautstark johlten, klatschten, pfiffen und begeistert mitsangen. Sie setzten unter den wortreichen Beiträgen einen stimmungsgeladenen Schlusspunkt. Musikalisch hatten die Humorias ebenfalls eine starke Show zu bieten: Sie präsentierten ihre ganz eigene Version der Liebesgeschichte von „Romeo und Julia“, verpackt in ein mitreißendes Musical. Damit begeisterten sie die Besucher, die von Beginn an kräftig mitklatschten.

Das Trio alias Angela Cercas, Claudia Dimter und Klaus Hahn sorgte für ordentlich Stimmung im Saal. Sie feiern in dieser Kampagne ihr zehnjähriges Bestehen und brachten unter anderem mit einem „Best of“ den Saal richtig zum Kochen.

Auch die Tanzdarbietungen sorgten für stimmungsreiche und viele atemberaubende Momente. Die Majorettes präsentierten einen temporeichen Tanz mit ausgefeilter Choreografie zur Musik der 90er Jahre, bei dem sie ihre Batons mit viel Rhythmusgefühl und noch mehr Fingerfertigkeit nur so durch die Luft wirbelten. Den Großen in nichts nach standen die Maxi-Majorettes. Auch sie zeigten einen gut choreografierten Majorettes-Tanz mit komplizierten Drehungen und Würfen.

Immer ein Hingucker sind die Showtänze der Humoristen. Die Golden Girls nahmen das Publikum mit zurück in die bunte und schrille Welt der 80er Jahre und zeigten einen begeisternden Tanz mit viel Power und Charme. Die Tänzerinnen von Greenrhythm entführten das Publikum zum „Día de los Muertos“, dem mexikanischen Totenfest, und lieferten eine fantastische Show mit Dynamik, bunten Kostümen und einer eindrucksvollen Choreografie. Die No Limits luden zur Magier-Show ein und zogen mit kleinen Illusionen, Zaubertricks und ihrem großartig choreografierten Tanz das Publikum, das sich nur zu gerne verzaubern ließ, in ihren Bann. Eine starke Performance lieferte auch das HMV-Männerballett bei seinem 40. Bühnenjubiläum ab, das mit einer originellen, witzigen Choreografie und spektakulären Hebefiguren die Geschichte von Tarzan und Jane auf die Bühne brachte. Die Begeisterung des Publikums war groß, das von Anfang an bestens aufgelegt war.

Für ein fulminantes Sitzungsfinale einer rundum gelungenen HMV-Sitzung sorgten die Guggemusiker der „Hochstädter Lärmbelustigung“, die in neuen Kostümen dem Saal noch einmal richtig einheizten.