Kindersitzung 2015

Wenn der große Wolf mit seinen Freunden feiert

HMV-Kindersitzung zeigt die volle Bandbreite der erfolgreichen Nachwuchsarbeit

 

 „Fastnacht beim HMV“ ist eine tolle Sache – das bewies auch der Nachwuchs des HMV, der mit einer zweistündigen Show aus viel Musik, Tanz und gesprochenen Stücke die Besucher im Hochstädter Bürgerhaus unterhielt. Die HMV-Kids überzeugten mit einem kindgerechten Programm und quirligem Humor, der nicht nur von Kindern aufgeführt, sondern von ihnen selbst ausgedacht und mitgestaltet wird.

Pünktlich um 15 Uhr ging der Vorhang auf: Marina Fischer, Anna Kolbe und Annika Seibel eröffneten die Kindersitzung  musikalisch. Sie sangen „Wir haben euch schon erwartet!“ und sorgten schon einmal für Stimmung im Saal. Anschließend öffneten sich die Saaltüren und die Majoretttesgruppen und der Elferrat zogen in dem vollbesetzten Saal ein. Kindersitzungspräsident Shawn McIntosh begrüßte die vielen Kinder und Erwachsenen zur HMV-Kindersitzung. Unterstützt wurde er dabei vom Elferrat, der dieses Jahr aus Luisa Seitz, Lara Fischer, Lena Sattler, Leonie Schmidt, Marina Fischer, Finn Kügler, Adrian Blumenstein, Daniel Krapf-Alvarez und Jonas Hegenbart bestand.

Den ersten Tanz des Tages präsentierten die Midi-Majorettes. Victoria Heckl, Christina Hess, Alana McIntosh, Verena Götz, Chiara Altomare, Anna Altomare, Lena Wicke und Leonie Schmidt zeigten einen Stabtanz im Rock’n’Roll-Stil, den sie mit ihren Trainerinnen Jasmin Cercas, Katrin Koffler und Carolina Schock gemeinsam einstudiert hatten und  für den sie viel Applaus bekamen.

Normalerweise stehen beim HMV immer zwei Kindersitzungspräsidenten gemeinsam auf der Bühne. Zuletzt waren dies Shawn McIntosh und Laura Waider. In diesem Jahr musste sich Shawn aber von Laura verabschieden. Dazu bat er sie ein letztes Mal auf die Bühne, überreichte ihr ein kleines Geschenk und bedankte sich für fünf gemeinsame Präsi-Jahre beim HMV und bat um einen großen Applaus für Laura.

Doch als einziger Kindersitzungspräsident hatte Shawn nun ein Problem: So ein Job macht schon richtig viel Arbeit und ist so ganz alleine kaum zu schaffen. Darüber hatte er sich auch schon im Vorfeld der Kindersitzung viele Gedanken gemacht und deshalb auch beim HMV-Vorstand  einen Antrag auf eine Assistentin gestellt. Und tatsächlich – seine Cousine Nadira Huhn betrat die Bühne und stellte sich als neue Kindersitzungspräsidentin vor. Das war Shawn eigentlich gar nicht recht, hatte er doch ausdrücklich um eine Assistentin gebeten. Doch Nadira ließ sich davon nicht beirren und machte ihm ganz schnell klar, dass er sich wohl damit abfinden müsste: „Sie haben jemanden gesucht, der es zwei Stunden mit dir aushält. Und da bin nur noch ich übrig geblieben!“

Nach diesem lustigen und einfallsreichen Wortwechsel war klar: Das neue Moderatoren-Duo beim HMV heißt Nadira und Shawn. Im Laufe des Programms zeigte sich immer wieder, dass die beiden ein gutes Team sind. Souverän, gut aufeinander abgestimmt, spontan und nicht auf den Mund gefallen, führten sie durchs Programm, gut vorbereitet durch ihre Trainerin Eileen McIntosh, mit der sie gemeinsam ihre Texte erarbeitet hatten.

Auch das Maskottchen der HMV-Kids durfte in diesem Jahr nicht fehlen. Kisi, der Dino, tanzte erst einmal mit seinen drei Freunden eine Runde auf der Bühne und lud die Kinder im Hochstädter Bürgerhaus zum Mitmachen ein.

Anschließend ging es im Programm weiter mit den „Drei kleinen Schweinchen“. Die Geschichte wurde vom Erzähler Adrian Blumenstein erzählt. Es ging die drei kleinen Schweinchen (Mia Blumenstein, Daniel Krapf-Alvarez und Benni Krusewitz), die hinaus in die Welt geschickt wurden. Doch was war als erstes zu tun? Ein Haus bauen? Etwas essen? Spielen? Und was ist mit dem großen bösen Wolf, der bestimmt da draußen auf die drei kleinen Schweinchen wartet? Also baute sich jeder doch zunächst ein Haus: das erste war aus Stroh, das zweite aus Holz und das dritte Haus war aus Stein. Und kaum standen sie, kam auch schon tatsächlich ein kleiner, süßer Wolf (Matteo Blumenstein) – beziehungsweise ein „großer böser Wolf“, wie dieser selbst erst mal klarstellte. Er stellte sich vor die Häuser und „hustete und prustete – hatschi“. Und nacheinander fielen das Stroh- und das Holzhaus um, nur das Steinhaus, in dem sich die Schweinchen versteckt hatten, blieb stehen. Doch warum nur pustete der Wolf die Häuser um? Dafür gab es eine ganz einfache Erklärung: der Wolf hatte eine ganz böse Erkältung und immer, wenn er nach einem Taschentuch fragen wollte, musste er niesen. Zum Glück konnten ihm die Schweinchen da weiterhelfen. Sie gaben dem armen, süßen Wolf natürlich gerne ein Taschentuch. Am Ende wurden sie alle Freunde und lebten zusammen im Steinhaus. Für ihr Stück bekamen die fünf Kids natürlich jede Menge Applaus und ihre beiden Trainerinnen Sammy und Dagmar Klyn waren zu Recht stolz auf ihre Truppe.

Anschließend war der Auftritt der jüngsten HMV-Kids an der Reihe. Die HMV-Zwerge Mika Böttcher, Fiona Schönherr, Lara Benedetti, Shalyn Ebert, Ben Köhler, Dominique Fischer, Elisa Spanu, Chiara Spanu, Emelie Prinz, Chalin Angres, Marie Heger und Clara Koffler tanzten zum „Kleinen Tanzbär Schubidu“ und sahen in ihren Teddybär-Kostümen einfach niedlich aus. Klar, dass sie nicht ohne Zugabe von der Bühne gelassen wurden. Trainiert wurden die HMV-Zwerge von Jessica Sachse und Martina Sattler.

Als nächstes folgte ein Gastauftritt von den Junior Firegirls aus Dorfelden. Die Mädchen präsentierten ihren Tanz „Schneewittchen und die sieben Zwerge“, den sie selbst einstudiert hatten und gerne bei ihren Freunden in der Nachbarschaft aufführten. Danach war die HMV-Hitparade an der Reihe. Moderator Enrico Rülke konnte viele berühmte Stars auf der Bühne begrüßen, in deren Rollen Dustin Spanu,  Gezal  Büyakaja, Svenja Sachse, Chiara Spanu, Matteo Blumenstein, Benni Krusewitz und Shannon McIntosh schlüpften. Dabei durfte natürlich auch Helene Fischers „Atemlos“ und Tim Toupets „Fliegerlied“ nicht fehlen. Trainiert wurde die Gruppe von Simone Rülke, Jessica Sachse und Sabrina Spanu.

Als letztes vor der Pause tanzten die Maxi-Majorettes. Mit ihrem Stabtanz „1001 Nacht“ nahmen Johanna Röll, Michelle Van der Stap, Marie Roseboom,  Verena Huhn, Natalie Markiewicz, Celina Wolff, Katharina Heß, Sara Gilles, Nadja Henrich, Clarissa Centner und Selina Danilakis das Publikum mit auf eine Reise ins Morgenland. Unterstützt wurden sie dabei von Marcel Fischer als Aladdin und Magnus Poppe als Flaschengeist. Die beiden Trainerinnen Britta Rosbach und Nina Reich hatten mit den Tänzerinnen einen phantasievollen Tanz einstudiert, der vom Publikum mit viel Applaus belohnt wurde.

Nach der Pause wurde es voll auf der Bühne, denn die Mini-Majorettes eröffneten die zweite Programmhälfte. Carolin Misiewicz, Madeleine Zirkel und Jasmin Cercas trainieren mittlerweile 19 Mädchen zwischen fünf und acht Jahren. Marina Fischer, Svenja Sachse, Nadira Huhn, Shannon McIntosh, Luana Moriell, Mia Blumenstein, Gezal Büyükkaya, Narin Büyükkaya, Leonie Schmidt, Lena Sattler, Lara Benedetti , Lauren Santa Fe, Sofia Lebaschi, Anna Kolbe, Shalyn Ebert, Theresia Waller, Julie Cleve,  Johanna Huhn und Lina Huhn wirbelten mit ihren Stäben zu Whitney Houstons „I wanna dance with somebody“ über die Bühne und zeigten dem Publikum, was sie im vergangenen Jahr alles gelernt hatten – und das kam beim Publikum sehr gut an.

Danach konnten Nadira Huhn und Shawn McIntosh das Hochstädter Kinderprinzenpaar auf der Bühne begrüßen: Prinz Lucas I. und Prinzessin Jana I. waren zu Gast bei den Junghumoristen. Das Kinderprinzenpaar begrüßte das Publikum mit einer launigen Rede. Nachdem alle wieder ihre Plätze eingenommen hatten, ging es weiter im Programm. Und zwar mit Marina Fischer und Jana Kolbe, sie sangen das Lied von der „Moorhexe“. Begleitet wurden sie dabei von Frank Walzer an der Gitarre. Für ihren Auftritt und den tollen Gesang gab es großen Beifall vom Publikum.

Anschließend gab es noch einmal einen Gastauftritt von den Dorfeller Firegirls, diesmal stand die Formation der Tänzerinnen ab acht Jahren auf der Bühne. Sie hatten sich als Thema für ihren Tanz „Fire and Ice“ ausgesucht und auch sie hatten ihren Tanz in Eigenregie einstudiert.

Danach verwandelte sich die Bühne in das weltbekannte Dschungelcamp. Die beiden Sitzungspräsidenten Nadira Huhn und Shawn McIntosh wurden zu den Moderatoren, die die Campbewohner Leon Benedetti, Enrico Rülke, Shannon McIntosh, Alana McIntosh, Victoria Heckl und Lena Wicke durch ihre Dschungelzeit begleiteten. Natürlich durften auch die gefürchteten Ekelprüfungen nicht fehlen. Doch zum Glück war Dr. Bob (Patrick van der Stap) zur Stelle, um den Campbewohnern mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Doch die wenigsten Campbewohner hielten es im Dschungel aus und so riefen sie lieber: „Ich bin ein Star, holt mich hier raus!“. Am Ende konnten die beiden Moderatoren aber doch noch eine Dschungelkönigin krönen. Martina Heckl und Gabi Huhn hatten das Stück mit der Gruppe einstudiert.

Was passiert nachts im Zoo? Das zeigten die No Limits mit ihrem Showtanz. Als Zootiere verkleidet, tanzten sie über die Bühne und feierten gemeinsam mit dem Publikum eine große Party. Trainiert wird die Gruppe von Christine Misiewicz.

Als letzter Programmpunkt stürmten die „coolen Jungs“ die Bühne. Leon Benedetti, Max Palermo, Patrick Palermo, Tom Hegenbart, Jonas Hegenbart, Diego Krapf -Alvarez, Daniel Krapf-Alvarez, Enrico Rülke, Fynn Kügler, Dustin Spanu und Enrico Rülke hatten sich für ihren Tanz das Thema „Weltmeisterschaft 2014“ ausgesucht und so trug jeder von ihnen ein anderes Fußballtrikot, darunter Italien, Spanien und natürlich Deutschland mit den Weltmeistertrikots von Mario Götze und Thomas Müller. Sie rockten das Bürgerhaus und wurden nicht ohne Zugabe von der Bühne gelassen. Einstudiert hatten den Weltmeister-Tanz Isabel Alvarez und Anke Hegenbarth.

Zum Abschluss der Kindersitzung kamen noch einmal die aktiven Kinder hoch auf die Bühne und ließen sich feiern. Gemeinsam mit den beiden Kindersitzungspräsidenten, Nadira Huhn und Shawn McIntosh, sangen alle HMV-Kids noch ein letztes Mal das „Fliegerlied“ und verabschiedeten sich dann mit einer großen Polonäse.

Der HMV kann auf eine gelungene Kindersitzung zurückblicken und braucht sich um die Zukunft keine Sorgen zu machen: Der Nachwuchs ist da. Ein Dank geht an dieser Stelle noch einmal an alle Helferinnen und Helfer, die geholfen haben, eine tolle Kindersitzung auf die Beine zu stellen.

 

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